So machen Sie Ihre Website für die mobile Nutzung fit

Das Internet ist mobil! Die Nutzung von mobilen Endgeräten nimmt stetig zu. Schon längst hat die Zahl der User, die mit Smartphone und Co. im Internet surfen, die Anzahl der Desktop-Nutzer überholt. So kletterte im vergangenen Jahr der Anteil der mobilen Nutzer in Deutschland auf über 80 Prozent. Auch Google hat diesen Trend schon lange im Fokus. Im März dieses Jahres hieß es dann: Aus Mobile First wird Mobile Only. Seit diesem Zeitpunkt crawlt die weltweit erfolgreichste Suchmaschine nur noch mobil.

Schon seit einigen Jahren stellt Google seinen Suchindex sukzessive auf die mobile Version um. Bereits im Jahr 2015 wurde die Mobilfreundlichkeit von Webseiten zum Ranking-Faktor erhoben. Im März 2019 wurde dann der sogenannte Mobile-First-Index ausgerollt, der für die Berechnung der Rankings vorrangig die mobile Version der Website betrachtet. Darüber hinaus straft Google seit Juli 2019 mobile Seiten für lange Ladezeiten ab.

Seit März dieses Jahres werden nun alle Webseiten ausschließlich über den mobilen Googlebot indexiert. Durch die offizielle Umstellung auf Mobile First Indexing werden nur noch die Inhalte von Websites berücksichtigt, die in der mobilen Darstellung zu sehen sind. Nicht mobil optimierte Webseiten werden zwar noch in den Suchergebnissen angezeigt, ranken womöglich aber schlechter. Ohne mobil optimierte Unternehmenswebsite geht also nichts mehr. Alles, was der Suchmaschinenriese nicht auf der mobilen Version der Website findet, landet auch nicht im Index und kann dementsprechend auch nicht in den Suchergebnissen von potenziellen Kunden gefunden werden. Eine mobile Optimierung der Unternehmenswebsite ist also Pflicht!

Was bedeutet mobile Optimierung?

Unter dem Begriff der mobilen Optimierung werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die dafür sorgen, dass die Inhalte der Website möglichst optimal und nutzerfreundlich auf mobilen Geräten dargestellt werden. Wichtig ist zum Beispiel, dass die Website leicht mit dem Finger bedient werden kann, die Texte auf dem kleineren Bildschirm des Smartphones gut lesbar sind und sich die Bilder automatisch an die richtige Größe anpassen. Zudem ist es unabdingbar, dass Ihre Unternehmensseite schnell lädt.

Da die mobile Version die Grundlage für die Ranking-Erstellung bildet, ist es von großer Wichtigkeit, dass die mobile Seite die gleichen Inhalte bietet wie die Desktop-Version. Eine gute Wahl stellt deshalb das Responsive Design dar – hier passt sich die Seite automatisch dem jeweiligen Endgerät an. Alle Inhalte sind auf allen Geräten verfügbar. Auch Google empfiehlt seit vielen Jahren ein Responsive Design.

Welche Faktoren müssen für die mobile Optimierung beachtet werden?

Wenn Ihre Website von Google grundsätzlich als mobiltauglich eingestuft wird, heißt das noch lange nicht, dass Ihre Seite perfekt für mobile Geräte optimiert ist. Die Nutzerfreundlichkeit ist entscheidend, wenn es darum geht, ob sich Besucher auf Ihrer Seite wohlfühlen und das Gesuchte finden oder nicht. Das Ziel der mobilen Optimierung muss also sein, für eine ausgezeichnete User Experience zu sorgen!

Ein kleinerer Bildschirm, eine Bedienung per Touchscreen und häufig eine deutlich langsamere Internetverbindung – bei der Optimierung müssen Sie die Unterschiede zwischen Desktop-PCs und mobilen Geräten bedenken. Neben langsam ladenden Webseiten sorgen zum Beispiel auch Buttons, die nicht mit dem Finger angeklickt werden können, für reichlich Frust bei den Nutzern. Doch verärgerte Besucher müssen nicht sein! Wer die Benutzerfreundlichkeit seiner Seite in den Vordergrund stellt, der kann bei Webseitenbesuchern und Google gleichermaßen punkten.

Typische Fehler mobiler Webseiten sind zum Beispiel:

  1. die Seite braucht zu lange zum Laden
  2. Elemente wie Buttons liegen zu nah beieinander und können nicht mit dem Finger angeklickt werden
  3. Texte werden gekürzt, weil man davon ausgeht, dass Nutzer nicht scrollen wollen
  4. lange Schachtelsätze erschweren das Scannen des Textes
  5. schlecht lesbare Schriftarten
  6. zu kleine oder zu große Schrift
  7. Bilder sind zu groß und werden abgeschnitten
  8. Kontaktdaten sind nicht auffindbar

7 Tipps für nutzerfreundliche mobile Webseiten

1. Kurze Ladezeiten

Die Webseitengeschwindigkeit zählt zu den entscheidenden Aspekten einer mobilen Optimierung. Die User erwarten heutzutage, dass der sichtbare Teil einer Seite innerhalb kürzester Zeit geladen wird. Da mobile User besonders ungeduldig sind und die Internetverbindung oftmals nicht besonders gut ist, sollten Sie unbedingt auf schnelle Ladezeiten achten.

So können Sie die Ladezeit Ihrer Firmenhomepage positiv beeinflussen:

  1. Bilder komprimieren: Zu den Hauptursachen für lange Ladezeiten zählen zu große Bilddateien.
  2. Caching aktivieren: Von Besuchern häufig besuchte Seiten können mit Caching deutlich schneller geladen werden. Die Seiten müssen beim erneuten Besuch nicht wieder komplett neu heruntergeladen werden.
  3. CSS reduzieren: Das Abrufen von CSS-Dateien verlangsamt den Ladeprozess.
  4. Redirects vermeiden: Jede Weiterleitung zum Ziel kostet wertvolle Zeit.
  5. Sichtbare Inhalte priorisiert laden: Beim sogenannte Lazy Loading werden zuerst die Inhalte geladen, die der User als Erstes zu Gesicht bekommt.

2. Nutzerfreundliche Navigation

Eine intuitiv bedienbare Navigation ist für mobile Webseiten unerlässlich, damit Besucher schnell und unkompliziert ans Ziel kommen. Ein häufiges Problem sind zum Beispiel zu viele Unterkategorien, die insbesondere auf den kleinen Smartphone-Bildschirmen für Verwirrung sorgen.

3. Klickbare Bereiche

Da mobile Seiten fast ausschließlich mit dem Finger bedient werden, müssen Sie auf passende Abstände zwischen den klickbaren Elementen achten. Für User ist es ungemein ärgerlich, wenn sie versehentlich den falschen Link auswählen. Um eine möglichst einfache Touch-Bedienung zu gewährleisten, sollten die klickbaren Bereiche zudem größer gestaltet werden.

4. Inhalte für den Leser strukturieren

Auch bei der Texterstellung müssen Sie an den mobilen Kontext denken. Aufgrund des kleineren Bildschirms fällt den Lesern das Verstehen der Inhalte deutlich schwerer. Hinzu kommt, dass es mobile User häufig eilig haben. Wir empfehlen deshalb, den Text mit Überschriften, Absätzen, Aufzählungen, Fettungen etc. sinnvoll zu strukturieren. Die Formatierung ermöglicht es Nutzern, den Text zu „scannen“ und trotz des Überfliegens alle wichtigen Inhalte zu erfassen. Keinesfalls sollten Sie jedoch die Inhalte der Desktop-Version in der mobilen Ansicht gekürzt darstellen!

5. Schriftgröße

Damit Besucher Ihre Texte problemlos lesen können, spielt auch die Schriftgröße eine entscheidende Rolle. Eine zu kleine Schriftgröße wird für die Leser schnell anstrengend. Wählen Sie deshalb eine Basisschriftgröße von mindestens 16 Pixeln. Zu riesig sollte die Schrift natürlich auch nicht sein, dann wird der Besucher regelrecht erschlagen und auch die Lesbarkeit leidet.

6. Darstellungsbereich festlegen

Horizontales Scrollen muss auf Webseiten unbedingt vermieden werden! Wer schon einmal eine Website besucht hat, bei der der Darstellungsbereich nicht festgelegt wurde, der kennt das Problem. Um den gesamten Inhalt der Seite zu erfassen, muss umständlich von links nach rechts gescrollt werden. Insbesondere beim Lesen von Texten ist das extrem umständlich und ärgerlich. Indem Sie den Darstellungsbereich festlegen, sorgen Sie dafür, dass ausschließlich vertikal gescrollt werden muss.

7. Telefonnummer und Adresse

Studien zeigen, dass auf mobilen Seiten besonders häufig die Telefonnummer und Adresse gesucht wird. Diese Informationen verbauen Sie deshalb idealerweise prominent (zum Beispiel am Seitenanfang) ins Layout Ihrer Seite. Achten Sie zudem darauf, dass Ihre Telefonnummer anklickbar ist. User, die mobil surfen, freuen sich, wenn sie Ihre Nummer nicht umständlich kopieren müssen.

Unser Tipp zum Schluss: Behalten Sie auch die Desktop-Ansicht Ihrer Website im Blick! Nur weil die mobile Ansicht die wichtigste für Google ist, sollten Sie die Desktop-Version nicht vernachlässigen. Insbesondere, wenn es darum geht, sich intensiver mit einem Unternehmen zu beschäftigen, bevorzugen noch immer viele User den Desktop-PC.

Fazit

Die mobile Optimierung Ihrer Unternehmenswebsite ist heutzutage Pflicht! Da reicht es längst nicht mehr aus, nur eine Seite vorzuweisen, die grundsätzlich für mobile Geräte geeignet ist – Ihre Firmenhomepage muss Besucher mit einer hervorragenden User Experience begeistern. Wenn Sie also noch nichts in Sachen mobile Darstellung unternommen haben, sollten Sie dies rasch in Angriff nehmen.


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