So machen Sie Ihre Website für die mobile Nutzung fit

Das Internet ist mobil! Schon längst hat die Zahl der User, die mit Smartphone und Co. im Internet surfen die Anzahl der Desktop-Nutzer überholt. Eine mobile Optimierung der Firmenhomepage ist dadurch heute Pflicht und schon lange keine Kür mehr.

Doch was meinen wir mit „mobile Optimierung“ überhaupt? Unter dem Begriff werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die dafür sorgen, dass die Inhalte der Website möglichst optimal und nutzerfreundlich auf mobilen Geräten dargestellt werden. Im Folgenden möchten wir Ihnen näher erläutern, warum heutzutage kein Unternehmen mehr auf eine mobilfreundliche Firmenhomepage verzichten sollte und welchen Faktoren bei der Optimierung ein besonderes Augenmerk geschenkt werden soll.

Warum ist die mobile Optimierung der Unternehmenswebsite unerlässlich?

Der Suchmaschinengigant Google ist schon seit Jahren bestrebt, der mobilen Suche einen höheren Stellenwert zu verleihen und damit die Mobilfreundlichkeit aller Webseiten voranzutreiben. Bereits im Jahr 2015 wurde die Mobilfreundlichkeit von Webseiten zum Ranking-Faktor erhoben. Im März dieses Jahres wurde dann der sogenannte Mobile-First-Index weltweit ausgerollt. Seitdem wird für die Berechnung der Rankings vorrangig die mobile Version der Website betrachtet. Google bewertet also die Inhalte, Darstellung und Nutzerfreundlichkeit der mobilen und nicht wie zuvor der Desktop-Version. Darüber hinaus straft Google seit Anfang Juli mobile Seiten für lange Ladezeiten ab.

Wer Kunden mit seiner Unternehmenswebsite im Internet gewinnen möchte, der sollte großen Wert auf mobile SEO legen, um auch in Zukunft gut in den Suchergebnissen dazustehen. Da die mobile Version die Grundlage für die Ranking-Erstellung bildet, ist es von großer Wichtigkeit, dass die mobile Seite die gleichen Inhalte bietet wie die Desktop-Version. Eine gute Wahl stellt deshalb das Responsive Design dar – hier passt sich die Seite automatisch dem jeweiligen Endgerät an. Alle Inhalte sind auf allen Geräten verfügbar.

Welche Faktoren müssen für die mobile Optimierung beachtet werden?

Grundvoraussetzung für eine mobile Seite ist, dass sie von Google als mobiltauglich erkannt wird. Ob das der Fall ist, können Sie ganz leicht mit dem Mobile Friendly Test herausfinden. Doch selbst wenn Ihre Website von Google grundsätzlich als mobiltauglich eingestuft wird, heißt das noch lange nicht, dass Ihre Seite perfekt für mobile Geräte optimiert ist. Die Nutzerfreundlichkeit bleibt bei diesem Test unberücksichtigt. Dieser Aspekt ist aber entscheidend, wenn es darum geht, ob sich Besucher auf Ihrer Seite wohlfühlen und das Gesuchte finden oder nicht. Das Ziel der mobilen Optimierung muss also sein, für eine ausgezeichnete User Experience zu sorgen!

Ein kleinerer Bildschirm, eine Bedienung per Touchscreen und häufig eine deutlich langsamere Internetverbindung – bei der Optimierung müssen Sie die Unterschiede zwischen Desktop-PCs und mobilen Geräten bedenken. Neben langsam ladenden Webseiten sorgen zum Beispiel auch Buttons, die nicht mit dem Finger angeklickt werden können, für reichlich Frust bei den Nutzern. Doch verärgerte Besucher müssen nicht sein! Wer die Benutzerfreundlichkeit seiner Seite in den Vordergrund stellt, der kann bei Webseitenbesuchern und Google gleichermaßen punkten.

7 Tipps für nutzerfreundliche mobile Webseiten

1. Kurze Ladezeiten

Die Webseitengeschwindigkeit zählt zu den entscheidenden Aspekten einer mobilen Optimierung. Die User erwarten heutzutage, dass der sichtbare Teil einer Seite innerhalb von zwei Sekunden geladen wird. Da mobile User besonders ungeduldig sind und die Internetverbindung oftmals nicht die beste ist, empfehlen wir, sich bei der Optimierung der eigenen Seite an diesen zwei Sekunden zu orientieren.

So können Sie die Ladezeit Ihrer Firmenhomepage positiv beeinflussen:

  1. Bilder komprimieren: Zu den Hauptursachen für lange Ladezeiten zählen zu große Bilddateien.
  2. Caching aktivieren: Von Besuchern häufig besuchte Seiten können mit Caching deutlich schneller geladen werden. Die Seiten müssen beim erneuten Besuch nicht wieder komplett neu heruntergeladen werden.
  3. CSS und JS reduzieren: Das Abrufen von CSS- und JS-Dateien verlangsamt den Ladeprozess.
  4. Redirects vermeiden: Jede Weiterleitung zum Ziel kostet wertvolle Zeit.
  5. Sichtbare Inhalte priorisiert laden: Beim sogenannte Lazy Loading werden zuerst die Inhalte geladen, die der User als erstes zu Gesicht bekommt.

2. Nutzerfreundliche Navigation

Eine intuitiv bedienbare Navigation ist für mobile Webseiten unerlässlich, damit Besucher schnell und unkompliziert ans Ziel kommen. Ein häufiges Problem sind zum Beispiel zu viele Unterkategorien, die insbesondere auf den kleinen Smartphone-Bildschirmen für Verwirrung sorgen.

3. Klickbare Bereiche

Da mobile Seiten fast ausschließlich mit dem Finger bedient werden, müssen Sie auf passende Abstände zwischen den klickbaren Elementen achten. Für User ist es ungemein ärgerlich, wenn sie versehentlich den falschen Link anklicken. Um eine möglichst einfache Touch-Bedienung zu gewährleisten, sollten die klickbaren Bereiche zudem größer gestaltet werden.

4. Inhalte für den Leser strukturieren

Auch bei der Texterstellung müssen Sie an den mobilen Kontext denken. Aufgrund des kleineren Bildschirms fällt den Lesern das Verstehen der Inhalte deutlich schwerer. Hinzu kommt, dass es mobile User häufig eilig haben. Wir empfehlen deshalb, den Text mit Überschriften, Absätzen, Aufzählungen, Fettungen etc. sinnvoll zu strukturieren. Die Formatierung ermöglicht es Nutzern, den Text zu „scannen“ und trotz des Überfliegens alle wichtigen Inhalte zu erfassen.

5. Schriftgröße

Damit Besucher Ihre Texte problemlos lesen können, spielt auch die Schriftgröße eine entscheidende Rolle. Eine zu kleine Schriftgröße wird für die Leser schnell anstrengend. Wählen Sie deshalb eine Basisschriftgröße von mindestens 16 Pixeln.

6. Darstellungsbereich festlegen

Horizontales Scrollen muss auf Webseiten unbedingt vermieden werden! Wer schon einmal eine Website besucht hat, bei der der Darstellungsbereich nicht festgelegt wurde, der kennt das Problem. Um den gesamten Inhalt der Seite zu erfassen, muss umständlich von links nach rechts gescrollt werden. Insbesondere beim Lesen von Texten ist das extrem umständlich und ärgerlich. Indem Sie den Darstellungsbereich festlegen, sorgen Sie dafür, dass ausschließlich vertikal gescrollt werden muss.

7. Telefonnummer und Adresse

Studien zeigen, dass auf mobilen Seiten besonders häufig die Telefonnummer und Adresse gesucht wird. Diese Informationen verbauen Sie deshalb idealerweise prominent (zum Beispiel am Seitenanfang) ins Layout Ihrer Seite. Achten Sie zudem darauf, dass Ihre Telefonnummer anklickbar ist. User, die mobil surfen, freuen sich, wenn Sie Ihre Nummer nicht umständlich kopieren müssen.

Fazit

Die mobile Optimierung Ihrer Unternehmenswebsite ist heutzutage Pflicht! Da reicht es längst nicht mehr aus, nur eine Seite vorzuweisen, die grundsätzlich für mobile Geräte geeignet ist – Ihre Firmenhomepage muss Besucher mit einer hervorragenden User Experience begeistern.


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